Dendritische Zellen

Dendritische Zellen

Fakten über Krebs

Jeder Mensch hat Krebszellen im Körper. Diese Krebszellen sind in den Standardtests nicht zu sehen, bis sie millionenfach multipliziert werden. Wenn Ärzte den Krebspatienten erzählen, dass es nach der Behandlung keine Krebszellen mehr in ihrem Körper gibt, bedeutet dies lediglich, dass die normalen Tests nicht in der Lage sind, die Krebszellen zu erkennen, weil sie die nachweisbare Menge nicht erreicht haben.

Sogar ein gesunder Körper erzeugt bis zu 150.000 Krebszellen jeden Tag. Wenn das Immunsystem der Person stark ist und die Krebszellen erkennt, werden die Krebszellen zerstört und daran gehindert, sich zu vermehren und Tumore zu bilden. Es gibt ein Testverfahren, das frühzeitig und mit 95% Sicherheit die Bildung von Krebs erkennt, dies ist der AMAS Bluttest.

Die Zellen, die dafür verantwortlich sind, auf entartete Zellen hinzuweisen und die Immunabwehr vorzunehmen, sind die dendritischen Zellen (Nobelpreis in der Medizin 2011).

Wenn bei einer Person Krebs festgestellt wird, deutet dies darauf hin, dass das Immunsystem der Person zusammengebrochen ist, resp. erkennt das Immunsystem nicht, dass die Krebszellen zu bekämpfen sind. Das Immunsystem glaubt, die Krebszellen sind gesunde Zellen und greifen diese nicht an. Das kann durch genetische, bakterielle, aber auch durch Umwelt- Lebensmittel- und Lebensstil – Faktoren hervorgerufen sein.

Eine Chemotherapie beinhaltet die Vergiftung schnell wachsender Krebszellen aber zerstört auch schnell wachsende gesunde Zellen im Knochenmark, Magen-Darm-Trakt etc., und kann Organschäden an Leber, Nieren, Herz und Lunge verursachen. Strahlentherapie zerstört Krebszellen, kann aber auch gesunde Zellen, Gewebe und Organe verbrennen, entstellen und beschädigen. Die anfängliche Behandlung mit Chemo- und Strahlentherapie reduziert oft die Größe des Tumors, führt bei anhaltendem Einsatz jedoch nicht zu einer Zerstörung des Tumors.

Dendritische Zellen: Die beste Krebstherapie aller Zeiten?

Der kanadische Immunologe Ralph Marvin Steinman gilt als Entdecker dendritischer Zellen. Mit seiner bahnbrechenden Forschung der körpereigenen Abwehrmechanismen gegen den Krebs unternahm Steinmann 2007 einen Selbstversuch, nachdem bei ihm Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert wurde. 2011, drei Tage nach seinem Tod, erhielt er posthum den Nobelpreis.

Wie helfen Dendritische Zellen gegen Krebs?

Dendritische Zellen „patrouillieren und verfolgen” den gesamten Körper, um fremde und degenerierte Strukturen zu identifizieren. Diese werden dann von den dendritischen Zellen aufgenommen und im Laufe der Behandlung in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt, die auf die Zelloberfläche übertragen werden. Wenn die dendritischen Zellen dann durch das Gewebe zu den Lymphknoten gelangen, zeigen sie den Helferzellen (zytotoxischen T-Lymphozyten) die fremden Strukturmerkmale. Diese Helferzellen werden nun aktiv und beginnen, die identifizierten Zellen anzugreifen, um sie vollständig zu zerstören. Dendritische Zellen aktivieren auch andere T-Helferzellen, die in den Blutstrom eintreten, um sich schnell zu den identifizierten Fremdstrukturen zu bewegen, wo sie die zytotoxischen T-Lymphozyten durch die Herstellung geeigneter Substanzen unterstützen. Im Zusammenspiel zwischen den dendritischen Zellen und den T-Helferzellen werden sogenannte B-Zellen, die Antikörper produzieren, zum Wachstum angeregt. Das Multiplizieren von Immunzellen versetzt das Immunsystem wieder zurück in die Lage, den Körper von Krebs zu heilen.

Seit Anfang dieses Jahrhunderts haben Nobelpreisträger Dr. Ralph Steinmann und andere Wissenschaftler Verfahren entwickelt, um dendritische Zellen aus dem Blut einer Person im Speziallabor zu separieren und zu “schulen”, die im Blut vorher festgestellte Krebsart zu bekämpfen. Danach werden die Zellen zurück in den Körper injiziert. Im Körper des Patienten “informieren” die im Labor bearbeiteten Zellen die im Körper noch vorhandenen T-Zellen, “hier ist Krebs”. Daraufhin beginnen die im Körper vorhandenen T-Zellen gemeinsam mit den neu gespritzten Zellen, den Krebs zu bekämpfen. Über den Zeitraum der letzten 10 Jahre wurde eine Heilung von Krebs bei 50 % der Patienten erreicht, sofern diese nicht vorher mit Chemo- oder Strahlentherapie behandelt wurden. Bei vorher behandelten Personen liegt die Heilungsrate bei 20 Prozent. Die Überlebensraten sind also signifikant höher und die Rückkehr von Krebs ist wesentlich seltener als bei herkömmlichen Behandlungsarten.

Derzeit sind die Laborkapazitäten noch begrenzt. Es ist zu erwarten, dass die klinische Forschung in führenden Universitäten auf der ganzen Welt diese ,,Hightech-Medizin” in den nächsten Jahrzehnten zum klinischen Standard etablieren.

Nebenwirkungen

Bei dieser Behandlung gibt es keine schädigenden Nebenwirkungen. Nach den bisherigen Erfahrungen sind die Nebenwirkungen leichtes Fieber, Schüttelfrost, Müdigkeit sowie eine Rötung, Schwellung oder Juckreiz an der Impfstelle in den ersten Tagen nach der Injektion. Eine Behandlung der Nebenwirkungen ist nicht erforderlich.